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Die 55+ Namen für Palmöl im INCI – So erkennst du verstecktes Palmöl in Kosmetik

TL;DR – Die kurze Antwort Palmöl versteckt sich in deutscher Kosmetik hinter mehr als 55 verschiedenen INCI-Bezeichnungen. Die wichtigsten Hinweise: Inhaltsstoffe mit den Wortteilen „Palm-", „Stear-", „Laur-", „Cetyl-" oder „Glyceryl-"...

TL;DR – Die kurze Antwort

Palmöl versteckt sich in deutscher Kosmetik hinter mehr als 55 verschiedenen INCI-Bezeichnungen. Die wichtigsten Hinweise: Inhaltsstoffe mit den Wortteilen „Palm-", „Stear-", „Laur-", „Cetyl-" oder „Glyceryl-" stammen sehr häufig aus Palmöl. Auch SLS, SLES, Glyceryl Stearate und Palmitic Acid sind typische Palmöl-Derivate. Wer sicher palmölfrei kaufen will, wählt Marken, die wie HOPERY von Anfang an komplett auf den Rohstoff verzichten – über die gesamte Produktrange, nicht nur bei einzelnen Artikeln.


Warum diese Liste wichtig ist

Vielleicht kennst du das Gefühl: Du stehst im Drogerieregal, drehst eine Flasche um, liest die Inhaltsstoffe – und versuchst zu entschlüsseln, ob da Palmöl drin ist oder nicht. Das Wort „Palmöl" wirst du dort selten finden. Stattdessen tauchen Namen auf wie Sodium Lauryl Sulfate, Cetyl Alcohol oder Glyceryl Stearate. Klingt wie Chemiebaukasten – ist aber in vielen Fällen schlicht: Palmöl.

In Deutschland enthalten geschätzt bis zu 70 % aller Kosmetikprodukte Palmöl oder seine Derivate. Das Problem dabei ist nicht die Haut – Palmöl schadet ihr nicht direkt. Das Problem ist die Gewinnung: Für Palmölplantagen werden jährlich Millionen Hektar Regenwald gerodet, vor allem auf Borneo und Sumatra. Das zerstört den Lebensraum des Orang-Utans – einer der am stärksten bedrohten Primatenarten der Welt.

Wer Palmöl im Drogerieregal vermeiden will, braucht also keinen Chemie-Doktor – sondern eine vollständige Liste. Genau die bekommst du hier.


Was ist INCI überhaupt?

INCI steht für International Nomenclature of Cosmetic Ingredients – eine internationale Richtlinie, die seit 1997 in der EU gesetzlich vorgeschrieben ist. Sie legt fest, wie Inhaltsstoffe auf Kosmetikverpackungen angegeben werden müssen: einheitlich, in absteigender Reihenfolge ihrer Menge, mit lateinischen oder englischen Begriffen.

Theoretisch soll das mehr Transparenz für Verbraucher schaffen. Praktisch ist es für die meisten Menschen eine kryptische Liste, in der Palmöl unter vielen verschiedenen Namen auftaucht – ohne dass das Wort „Palm" auch nur einmal fällt.

Ein Beispiel: Glyceryl Stearate steht auf unzähligen Cremes. Es kann aus Kokosöl gewonnen werden – meistens aber aus Palmöl. Welches der beiden Öle der Hersteller verwendet, steht nirgends auf der Verpackung. Du müsstest direkt beim Hersteller nachfragen – und selbst dort bekommst du nicht immer eine klare Antwort.

Genau das macht die Sache so schwer. Und genau deshalb gibt es diese Liste.


So liest du die Liste

Wir haben die INCI-Namen in fünf Kategorien sortiert – nach dem Prinzip ihrer Bildung. Das hilft dir, auch unbekannte Bezeichnungen einzuordnen, die nicht in der Liste stehen.

Faustregel: Wenn ein Name mit Palm-, Stear-, Laur- oder Cetyl- beginnt – wird's verdächtig. Wenn er „Palm" im Namen trägt – ist es definitiv Palmöl.


Kategorie 1 – Eindeutig Palmöl (Name enthält „Palm")

Diese INCI-Namen enthalten das Wort „Palm" oder den lateinischen Namen der Ölpalme (Elaeis guineensis). Bei diesen Bezeichnungen kannst du sicher sein, dass Palmöl drinsteckt.

INCI-Name Was ist das?
Elaeis Guineensis Oil Reines Palmöl (lateinischer Name der Ölpalme)
Elaeis Guineensis Kernel Oil Palmkernöl
Palm Oil Palmöl, englische Bezeichnung
Palm Kernel Oil Palmkernöl
Palm Glycerides Glyceride aus Palmöl
Palmitic Acid Palmitinsäure, direkt aus Palmöl gewonnen
Palmitate / Sodium Palmate Natriumsalz der Palmölfettsäuren
Potassium Palmate Kaliumsalz der Palmölfettsäuren
Palmitoyl (in Verbindungen) Verbindung mit Palmitinsäure
Palmityl Alcohol Palmitylalkohol, Fettalkohol aus Palmöl
Ethylhexyl Palmitate Auch als Octyl Palmitate bekannt
Retinyl Palmitate Vitamin-A-Ester, oft auf Palmölbasis
Ascorbyl Palmitate Vitamin-C-Ester, oft auf Palmölbasis
Glyceryl Palmitate Glycerinester der Palmitinsäure
Cetyl Palmitate Wachsester aus Palmöl
Isopropyl Palmitate Emollient aus Palmöl

Kategorie 2 – Sehr wahrscheinlich Palmöl (Stearin-Verbindungen)

Stearinsäure und ihre Derivate können aus verschiedenen pflanzlichen Ölen stammen – Sojabohne, Sonnenblume, Raps. In der industriellen Kosmetik wird sie aber zu über 80 % aus Palmöl gewonnen, weil das günstiger ist. Ohne explizite Herstellerangabe ist Palmöl die wahrscheinlichste Quelle.

INCI-Name Was ist das?
Stearic Acid Stearinsäure
Sodium Stearate Natriumsalz der Stearinsäure
Magnesium Stearate Magnesiumsalz der Stearinsäure
Glyceryl Stearate Glycerinester der Stearinsäure
Glyceryl Stearate SE Selbstemulgierende Variante
PEG-100 Stearate Polyethylenglykol-Stearat
Stearyl Alcohol Fettalkohol aus Stearinsäure
Stearamide Stearinsäureamid
Stearyl Heptanoate Wachsester
Octyl Stearate Emollient
Isopropyl Stearate Emollient

Kategorie 3 – Häufig Palmöl (Lauryl-/Tenside)

Tenside sind die Schaumbildner in Shampoos, Duschgelen und Spülmitteln. Sie werden zu großen Teilen aus Palmkernöl hergestellt – auch wenn auf der Verpackung „pflanzlichen Ursprungs" steht, ist die Quelle in der Regel Palmöl.

INCI-Name Was ist das?
Sodium Lauryl Sulfate (SLS) Klassisches Schaum-Tensid
Sodium Laureth Sulfate (SLES) Milderes SLS-Derivat
Sodium Lauryl Sulfoacetate Mildes Tensid
Lauric Acid Laurinsäure
Lauryl Alcohol Fettalkohol
Lauryl Glucoside Mildes Zuckertensid (häufig palmölbasiert)
Disodium Lauryl Sulfosuccinate Mildes Tensid
Cocamidopropyl Betaine Tensid (oft Mischung aus Kokos + Palm)
Sodium Cocoyl Isethionate Mildes Tensid

Kategorie 4 – Häufig Palmöl (Cetyl-/Fettalkohole)

Cetyl-Verbindungen sind Konsistenzgeber. Sie machen Cremes cremig und Lotionen samtig. Auch hier ist Palmöl die häufigste Quelle.

INCI-Name Was ist das?
Cetyl Alcohol Fettalkohol, Konsistenzgeber
Cetearyl Alcohol Mischung aus Cetyl + Stearyl Alcohol
Cetyl Stearate Wachsester
Cetearyl Glucoside Emulgator (oft palmölbasiert)
Cetyl Ricinoleate Wachsester
Cetyl Phosphate Emulgator

Kategorie 5 – Manchmal Palmöl (Glyceryl-/Glycerin-Verbindungen)

Glycerin und seine Derivate können aus Pflanzenölen oder auch aus tierischen Fetten gewonnen werden. In Naturkosmetik kommt meist pflanzliches Glycerin zum Einsatz – ohne weitere Angabe ist Palmöl jedoch die häufigste Quelle.

INCI-Name Was ist das?
Glycerin / Glycerol Feuchtigkeitsspender (Herkunft variabel)
Glyceryl Oleate Emulgator
Glyceryl Caprylate Konservierungshilfe
Glyceryl Caprate Emulgator
Glyceryl Cocoate Tensid (oft Mischung)
Polyglyceryl-3 Diisostearate Emulgator
Polyglyceryl-4 Caprate Emulgator

Kategorie 6 – Versteckte Verdächtige (Sonstige)

Diese Bezeichnungen klingen unverdächtig, sind aber häufig auf Palmölbasis hergestellt.

INCI-Name Was ist das?
Vegetable Oil Sammelbegriff – kann alles sein, oft Palm
Vegetable Glycerin Pflanzliches Glycerin (Quelle unklar)
Sorbitan Stearate Emulgator
Sorbitan Oleate Emulgator
Sorbitan Laurate Emulgator
Hydrogenated Palm Glycerides Gehärtetes Palmöl
Caprylic/Capric Triglyceride Neutralöl (häufig palmölbasiert)
Decyl Glucoside Mildes Tensid
Coco-Glucoside Mildes Tensid (oft Kokos + Palm)

Die ehrliche Wahrheit: Eine einzelne Bezeichnung sagt nicht alles

Das Problem an dieser Liste ist gleichzeitig ihre wichtigste Botschaft: Viele dieser Inhaltsstoffe können theoretisch auch aus anderen Pflanzen gewonnen werden. Glyceryl Stearate kann aus Soja kommen, Stearinsäure aus Sonnenblume, Lauryl Glucoside aus Kokos.

Das Wort „theoretisch" ist hier entscheidend. In der industriellen Realität ist Palmöl der mit Abstand günstigste Rohstoff – und genau deshalb wird er für diese Inhaltsstoffe am häufigsten verwendet. Ohne explizite Herstellerangabe musst du davon ausgehen, dass Palmöl drin ist.

Die einzig wirklich verlässliche Lösung: Marken wählen, die offen kommunizieren, dass sie ihre gesamte Range palmölfrei produzieren. Nicht nur „dieses eine Produkt" – sondern alles, was sie herstellen. Konsequent, ohne Ausnahme.


Wie HOPERY das löst

Bei HOPERY ist Palmölfreiheit nicht ein Feature, das wir bei ausgewählten Produkten anbieten. Es ist die Grundlage des gesamten Unternehmens. Seit der Gründung 2018 verzichten wir auf jegliches Palmöl und alle seine Derivate – in jeder Seife, jedem festen Shampoo, jeder Bodylotion, jedem Deo, jeder Handcreme.

Statt Palmöl arbeiten wir mit:

  • Olivenöl, Sheabutter, Jojobaöl, Sonnenblumenöl – bilden die Basis unserer Seifen und Pflegeprodukte
  • Kokosöl, Arganöl, Nachtkerzenöl – sorgen für Cremigkeit und intensive Hautpflege

Unsere Naturseifen entstehen in traditioneller Handarbeit in unserer Würzburger Manufaktur – nach Rezepten aus über 30 Jahren Familientradition. Wenn du HOPERY kaufst, brauchst du keine INCI-Liste mehr zu entschlüsseln. Du kannst dir sicher sein.

Und mit jedem Kauf gehen 20 Cent direkt an eine Orang-Utan-Rettungsstation – zusätzlich 10 % unseres Gewinns. Damit ist diese Liste hier auch ein Aufruf: Wer Palmöl im Bad reduziert, schützt direkt den Lebensraum von Tieren, die wir sonst verlieren.


Die Kurzversion zum Mitnehmen

Wenn dir das alles zu viel ist, sind das die drei Regeln, die im Drogerieregal funktionieren:

  1. Enthält der Name das Wort „Palm"? → Palmöl. Sicher.
  2. Beginnt der Name mit Stear-, Cetyl-, Laur-, Glyceryl-, oder Palmit-? → Sehr wahrscheinlich Palmöl.
  3. Steht „Vegetable Oil" oder „Vegetable Glycerin" ohne Quellenangabe drauf? → Sehr wahrscheinlich Palmöl.

Oder noch einfacher: Wähle eine Marke, die transparent kommuniziert, dass sie komplett palmölfrei arbeitet. Dann sparst du dir das Lesen.


Häufige Fragen

Warum ist Palmöl überhaupt ein Problem, wenn es der Haut nicht schadet? Nicht die Haut ist das Problem – sondern die Gewinnung. Für Palmölplantagen werden weltweit Millionen Hektar Regenwald gerodet, vor allem in Indonesien und Malaysia. Das zerstört den Lebensraum von Orang-Utans, Tigern und unzähligen anderen Arten und trägt erheblich zum Klimawandel bei.

Ist nachhaltiges Palmöl (RSPO-zertifiziert) eine Lösung? Bedingt. Die RSPO-Zertifizierung steht in der Kritik: Standards werden nicht immer eingehalten, Kontrollen sind schwer durchzusetzen, und für RSPO-Palmöl wird teilweise weiterhin Regenwald gerodet. Der sicherste Weg bleibt der vollständige Verzicht.

Was nutzt HOPERY statt Palmöl? Olivenöl, Sheabutter, Jojobaöl und Sonnenblumenöl bilden die Basis. Für Cremigkeit und Hautpflege kommen Kokosöl, Arganöl und Nachtkerzenöl dazu. Alle Rohstoffe sind pflanzlich, möglichst aus biologischem Anbau und ohne Palmöl-Anteil.

Wie kann ich Palmöl in Kosmetik komplett vermeiden? Wähle Marken, die ihre gesamte Range palmölfrei produzieren und das transparent kommunizieren. HOPERY ist seit 2018 zu 100 % palmölfrei – ohne Ausnahme, über alle Produktlinien.


Quellen & weiterführende Informationen

  • WWF Deutschland: Liste von Palmöl-Derivaten in Kosmetik
  • BUND: Palmöl – Geißel der Tropenwälder
  • Utopia.de: Palmöl vermeiden – Bezeichnungen erkennen
  • haut.de: INCI-Datenbank
  • Europäische Kommission: CosIng-Datenbank
  • Orangutan Outreach / RedApes.org: Palmöl & Regenwaldzerstörung

Über den Autor

Benjamin Böhme ist Gründer von HOPERY und seit über 20 Jahren in der Naturkosmetik tätig. 2018 gründete er HOPERY in Würzburg – auf Basis der Rezepte seiner Mutter, die bereits in den 1980er Jahren eine eigene Naturkosmetik-Manufaktur gründete (Calena). Sein Ziel: zeigen, dass hochwertige Körperpflege auch ohne Palmöl funktioniert – und dabei einen aktiven Beitrag zum Schutz bedrohter Tierarten leisten.


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GIVE A PIECE OF HOPE – mit jedem Kauf.

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